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Schönmalven

Pflegehinweise für Schönmalven (Abutilon)

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Die Abutilon (Schönmalve) gehört zu den wohl dankbarsten Kübelpflanzen überhaupt. Sie ist leicht zu pflegen und zu kultivieren und können sogar als Zimmerpflanzen gehalten werden. Die Schönmalven sind in unseren Breiten nicht winterhart und benötigen deshalb ein frostfreies Winterquartier. 
 
Standort
Ein sonniger bis habschattiger Standort ist ideal für die Schönmalve. Der halbschattige Platz sollte allerdings hell sein, weil sich die Schönmalve sonst nicht richtig wohlfühlt. Licht ist für die Abutilon sehr wichtig.
Bitte beachten Sie, dass die Pflanzen nach dem Eintreffen bei Ihnen sich erst an das Freiland gewöhnen müssen. Die Pflanzen dürfen in den ersten Tagen nach der Lieferung nicht der vollen Sonne ausgesetzt werden, weil die Blätter sonst Sonnenbrand bekommen, was die Pflanzen erheblich schwächen würde. Sonnenbrand geschädigte Blätter bekommen helle fast durchsichtige Stellen.
 
Erdsubstrat
Eine der wichtigsten Voraus- setzungen für gut wachsende und gesunde Kübelpflanzen ist die Erde. Eine gute Kübelpflanzenerde wie z.B.  Torfkultursubstrat des Typs TKS 2, oder Einheitserde Typ ED-73 ist die Grundvoraussetzung für eine gesunde kräftige Pflanze. Bitte nutzen Sie keine Billigerden, die Pflanzen kümmern darin und Sie werden keine Freude an Ihren Kübelpflanzen haben. Kübelpflanzenerde mit Schwarztorf sollte generell nicht verwendet werden. Diese hat die unerwünschte Eigenschaft Wasser zu speichern und auch nicht wieder abzugeben, was dann schnell zu Staunässe und in der Folge zu Wurzelschädigungen führen kann.

Düngen
Für eine erfolgreiche Kultur von Pflanzen ist die richtige Wahl des Düngers sehr wichtig. Hier sind Nährsalze für Kübelpflanzen ideal. Nährsalze werden in Wasser aufgelöst und mit dieser Düngerlösung dann gegossen. Die Inhaltsstoffe stehen den Pflanzen sofort zur Verfügung. Hier gibt es eine breite Auswahl an NPK-Zusammensetzungen und Anbietern. 
Dabei hat sich der Dünger der Firma Haifa® als besonders gut herausgestellt. Diese, dort „POLYFEED®“ genannten Dünger, sind in der Zusammensetzung mit den, bei vielen bekannten, „Hakaphos®- Düngern“ vergleichbar. Haben aber einen Extrem niedriger Natriumgehalt, beugen der „Versalzung“ des Bodens vor und haben auch noch weitere wichtige Vorteile, so auch der zum Teil deutlich günstigere Preis.   

Hier der Vergleich:     
Hakaphos® Rot     => POLYFEED® TARDO
 => für die Blüten- und Wurzelbildung  
Hakaphos® Grün   => POLYFEED® ALLEGRO  
=> für das Pflanzenwachstum  
Hakaphos® Blau    => POLYFEED® LIBRETTO  
=> als Universaldünger  
Hakaphos® Basis 5      => für besonders viele Blüten
   
Welchen Dünger nimmt man wann?
Die Wahl des Düngers richtet sich nach der Jahreszeit.   
So empfehlen wir für die ersten 6 Kulturwochen im Frühjahr einen Stickstoff betonten Dünger Hakaphos® Grün (neu POLYFEED® ALLEGRO) (von uns Wachstumsdünger  genannt), mit hohem Stickstoffanteil um die Pflanzen für das dann gewünschte Wachstum optimal zu versorgen.    
Für die übrige Zeit nehmen wir einen Phosphat und Kalium betonten Dünger, den Hakaphos® Rot (neu POLYFEED® TARDO) (von uns Blühdünger genannt), um die Pflanze mit weniger Stickstoff aber mit mehr Phosphor und Kalium zu versorgen, um die Blütenbildung besser zu unterstützen.  
Wer die Pflanzen noch besser für die Frucht-, Blüten- und Wurzelbildung unterstützen möchte, kann stattdessen ab und zu mit dem Hakaphos® Basis 5 düngen, der besonders viel Phosphat und Kalium hat. 
Für die Pflanzenfreunde die sich diese Mühe der optimalen Düngerversorgung Ihrer Pflanzen nicht machen möchten, empfehlen wir als Universaldünger den  Hakaphos®-Blau (neu POLYFEED® LIBRETTO), mit dem die Pflanzen auch gut versorgt werden.
  
Als Dosierung lösen wir 2-3 Gramm Nährsalz in einem Liter Wasser auf, was ohne großes Umrühren gelingt.

Für die Düngung von Mai bis August empfehlen wir auch Düngernährsalze, wie auf der Seite 16 beschrieben. Eine Düngung mit 2-3 Gramm in Wasser aufgelöst, sollte 1 Mal pro Woche gegeben werden.  

Zusätzlich zu der Düngung mit Nährsalzen reichern wir im Frühjahr die Erde mit einem Langzeitdünger an, um die Schlechtwetter- perioden, in denen nicht mit den Nährsalzen gedüngt werden kann, zu überbrücken.  

Gießen
Schönmalven möchten mäßig gegossen werden und auf jeden Fall muss Staunässe vermieden werden. Wenn die Wurzel in zu nasser Erde stehen, dann nehmen die Wurzeln Schaden, beginnen zu faulen und die Pflanze kann dadurch absterben. Deshalb bitte immer nur gießen, wenn das Erdsubstrat deutlich abgetrocknet ist. Schönmalven lieben auch kalkhaltigen Boden und wenn dieser nicht durch das Gießwasser nachgeliefert sollte von Zeit zu Zeit Algenkalk (siehe unser Online-Shop) dem Gießwasser beimengt werden.

Umtopfen
Bei der Topfgröße sind Schönmalven nicht so anspruchsvoll. Unsere größten, sicher auch 3 Meter hohen Schönmalven stehen in 30 Liter Töpfen. Trotzdem ist es erforderlich in gewissen Zeitabständen die Pflanzen umzutopfen. Hierbei ist es wichtig einen nur etwa 2-3 Zentimeter in Durchmesser größeren Topf zu nehmen. Bei deutlich größeren Töpfen besteht die Gefahr der Staunässe.  

Rückschnitt
Schönmalven müssen nicht zwingend zurückgeschnitten werden. Ein Form- schnitt und ein gelegentliches Ausspitzen sind sinnvoll damit die Zweige nicht verkahlen und damit die Pflanze buschiger wächst. Meist zwingt auch der Platz im Winterquartier zu einem drastischen Rückschnitt. Dieser schadet der Pflanze in keiner Weise. 
 
Winterquartier
Wie oben schon gesagt, müssen Schönmalven frostfrei überwintert werden. Generell sind dunkle und helle Räume geeignet. Allerdings vertragen nur ältere Pflanzen ein lichtloses Winterquartier. Auf mindestens 1 Grad Celsius sollte das Winterquartier temperiert sein. Möglich sind aber auch Zimmertemperaturen, weshalb sich die Schönmalve auch als Zimmerpflanze kultvieren lässt. Dabei wird sie den Pflanzenfreund durchgängig mit ihren Blüten erfreuen. Allerdings sollte dann vermehrt auf Schädlingsbefall geachtet werden. Besonders wichtig ist eine ausreichende Belüftung des Winterquartiers.  

Schädlinge
Schönmalven werden manchmal von Blattläusen befallen und selten bei trockener warmer Luft neigen die Schönmalven auch zu einem Befall mit „Weißer Fliege“. Auf der Seite 13/14 beschreiben wir die unterschiedlichen Schädlinge.  

Pflanzenkrankheiten
Hier sind vor allen Dingen Pilzerkrankungen wie Grauschimmel, Wurzelfäule und Malvenrost zu nennen, die meist im Winterquartier auftreten.  

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Hier ist die Schönmalve "Versicolor" zu sehen